TECHNOLOGIE. PRÄZISION.
VIELFALT. GLAS.

Ideenfabrik

Mehr Sicht – weniger Wärmeverlust

Industrielle Heißprozesse haben eines gemeinsam: Sie brauchen Sichtscheiben für die optische Kontrolle und Überwachung. Möglichst groß. Damit man alle Details sieht. Möglichst klein, damit sich der Wärmeverlust in Grenzen hält. Wie man dieses Dilemma löst? Mit einer Infrarot (IR) reflektierenden Beschichtung auf transparenter NEXTREMA-Glaskeramik von SCHOTT:

Die einseitig auf der Glaskeramik aufgebrachte Beschichtung reflektiert die Wärmestrahlung zurück in den Prozess und kann so den Wärmeverlust, verglichen mit einer unbeschichteten NEXTREMA-Scheibe, deutlich reduzieren. Der Grad der IR-Reflexion ist dabei von der Wellenlänge der Wärmestrahlung abhängig. Die beschichtete Glaskeramik ist in unterschiedlichen Formen und Formaten lieferbar und setzt der freien Sicht auf die Prozesse kaum Grenzen.

An welche Heißprozesse wir gedacht haben?

  • Lötöfen in der Elektronikfertigung
  • Trockenöfen
  • Anlassöfen
  • Glüh- und Härteöfen
  • …und zahllose weitere Anwendungen, die Ihnen sicher gerade einfallen.

Lassen sie uns darüber reden!

Weitere Informationen finden Sie hier auf unserer Website.

Applikationen im Detail

Grillplatte aus Glaskeramik

Dass ein auf den ersten Blick einfach aussehendes Teil durchaus hochkomplex sein kann, beweist unsere stylische Grillplatte, gefertigt aus der Hochleistungs-Glaskeramik Nextrema von Schott:

  • Temperaturbeständig bis 920 °C
  • Praktisch keine Wärmeausdehnung: verträgt Temperaturschocks bis 800 Grad
  • Hohe Durchlässigkeit für Wärmestrahlung
  • Chemisch inert – reagiert nicht mit dem Grillgut und ist daher leicht zu reinigen
  • Beständig gegen Säuren, Laugen, Korrosion
  • Mechanisch sehr robust (schlagfest)

Vorderseite Nextrema
Glaskeramik
Im Beispiel:
Rechteckig, 300 x 265 mm mit abgerundeten Ecken. Alle Kanten geschliffen.
Alternativ auch als runde Scheibe (Durchmesser 340 mm, z.B. für den Pizzastein von Weber-Grill oder 445 mm wie im Video mit Andreas Meier). Nextrema Glaskeramik, 4,8 mm stark. Immer noch leicht, aber sehr robust bei optimaler Wärmeverteilung. Der Schaber für die schnelle Grobreinigung gehört zum Lieferumfang

Rückseite Nextrema
Glaskeramik
Die gerillte Seite – ideal für Steaks, Würste… Glaskeramik ist schlagfest und mechanisch sehr robust. Im warmen Zustand mit dem Schaber grob reinigen und dann einfach abspülen – fertig! (siehe Video des Grillsportvereins Oberpfalz) Die glatte Seite – für Bacon, Fisch, Spiegeleier…

Weitere Informationen und Videos zu diesem faszinierenden Werkstoff finden Sie hier auf unserer Website.

Grillen auf Glas sorgt nicht nur für eine gute Hitzeverteilung und beste Röstaromen. Auf dem Grillgut schlägt sich vor allem kein gesundheitsschädliche Rauch halbverbrannten Fetts nieder. Neugierig geworden? Ausführliche Test- und Erfahrungsberichte finden Sie auf der Webseite des Grillportals BBQ.LOVE oder mit „unserem Oberpfälzer Spitzenkoch“ Andreas Meier auf der Facebook-Seite der Schlossbrauerei Fuchsberg. Auch der Grillsportverein Oberpfalz e.V. hat die Grillplatte ausgiebig getestet.

Wenn Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sind: Die Grillplatte aus Glaskeramik können Sie direkt bei uns bestellen. Rechteckig oder rund. Im Standardmaß oder in Ihrem Wunschformat. Als Einzelstück, als Werbegeschenk oder in Serie für Ihre Produkte. Aber immer mit dem passenden Schaber für die schnelle Grobreinigung. Schicken Sie einfach eine eMail an glaskeramik@irlbacher.com!

Frag‘ die Irlbachers

Klaus S: „Was ist Glas?“

Dr. Alexander Stoppa, Technischer Leiter:

„Glas ist keine Erfindung des Menschen. Es entsteht in der Natur, wenn Steine oder Sand durch sehr hohe Temperaturen schmelzen und danach so rasch abkühlen, dass sich kein regelmäßiges Kristallgitter bilden kann. Solche hohen Temperaturen entstehen bei Blitzeinschlägen – oder in Vulkanen. Ein typisches vulkanisches Gesteinsglas ist etwa Obsidian. Er ist sehr hart und bricht scharfkantig. Daher wird er seit Urzeiten als Werkzeug verwendet.

Wegen des nicht vorhandenen Kristallgitters bezeichnet man Glas als „amorphen Feststoff“. Seine innere Struktur entspricht eher einer Flüssigkeit. Bildlich gesprochen ist Glas also eine unterkühlte Schmelze, oder noch plastischer: Eine bei Raumtemperatur gefrorene Flüssigkeit. Diese amorphe, unregelmäßige Struktur verhindert, dass sich Glas einfach zerspanen lässt, wie etwa Aluminium.

Von Menschenhand gemachtes Glas gibt es seit mindestens 3.000 Jahren. Die älteste überlieferte Glasrezeptur stammt aus Assyrien und ist um 640 v. Chr. entstanden. Obwohl Glas also seit Urzeiten hergestellt, geformt und verarbeitet wird, sind viele Fragen bezüglich seines atomaren Aufbaus und seiner Struktur bis heute ungeklärt; Dieser faszinierende Werkstoff entzieht sich in vielen Bereichen der mathematisch exakten Simulation. Wie seit Jahrtausenden kommt es bei der Glasherstellung und -verarbeitung auf umfangreiches Erfahrungswissen und „Fingerspitzengefühl“ an.“