Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Energie ganzheitlich nutzen.

Seit 1990 engagiert sich Irlbacher mit Innovationsgeist und Weitblick für den Klimaschutz. Durch die Entwicklung nachhaltiger Lösungen und den verantwortungsvollen Einsatz von Ressourcen gestaltet das Unternehmen eine zukunftsfähige Fertigung – effizient, ressourcenschonend und nachhaltig. Mit KI-gesteuerter und hoch effizienter Eigenstromnutzung und einem intelligenten Konzept zur Speicherung ist Irlbacher auf einem guten Weg hin zur CO2-Neutralität. Die Nutzung von KI mit einem eigens programmierten Monitoringsystem unterstützt die effiziente Überwachung und Steuerung aller anfallenden Energieflüsse im Unternehmen.

Durch Inbetriebnahme der eigenen PV-Dachanlage können wir jedes Jahr etwa 500 t CO2e-Emissionen einsparen.

Energie ganzheitlich nutzen

Weil die komplexen Produktionsverfahren in der Glastechnik eine entsprechende Energietechnik erfordern, vernetzen wir alle Sektoren im Unternehmen für Strom, Wärme/Hitze (Thermoöl), Kälte, Druckluft, Vakuum, Wasser und Abwasser, mit den entsprechenden Anlagen wie BHKW, Pumpen, Absorptionskältemaschinen, Wärmepumpen, Rotationswärmetauschern, Betonkernaktivierung, Gaskesseln, Elektrokesseln, PV-Anlagen und Speichern für Wärme/Kälte und Elektrizität.

Die eigene Energiezentrale

Das hocheffiziente BHKW wurde als Hauptversorgungs- und Verteilerzentrale für alle benötigten Energiemedien gebaut und ist seit 2019 in Betrieb. Es beinhaltet 3 Motoren mit elektrischer Gesamtleistung von 999 kW. Die Thermische Leistung liegt bei ca. 1.400 kW. Die Abwärme wird ausgekoppelt und genutzt für die Erwärmung von Thermoöl, welches effizient als Wärmequelle zu Trocknungszwecken in der Fertigung eingesetzt wird. Zukünftig ist geplant das BHKW mit Biogas und Biomethan aus der näheren Umgebung zu betreiben.

Hocheffiziente Thermoöl-Heißluft-Trocknung

Für ein Trocknungsverfahren von Siebdruckfarben auf Glassubstraten wurde mit der Thermoöl-Heißluft-Trocknung ein eigenes Verfahren entwickelt, welches den Energiebedarf im Trocknungsprozess um ca. 70 % verringert. Weitere Energieeinsparungen ergeben sich aus dem geringeren Platzbedarf. Für die neuen verkürzten Siebdruckanlagen werden nur noch etwa 42 % der vorherigen Reinraum-Flächen benötigt. Im Ergebnis können allein durch dieses Verfahren unsere CO2-Emissionen um 80 % reduziert werden.

Kälte - produziert aus überschüssiger Wärme

Für die Nutzung des später selbst erzeugten Solarstroms und zur weiteren Verwertung überschüssiger Wärme, wurde neben dem BHKW eine Absorptionskältemaschine installiert. Für eine Kälteleistung von 500 kW werden ca. 610 kW Wärme benötigt. Das Verhältnis der erzeugten Kälteleistung zur zugeführten Antriebswärme (COP) liegt bei ca. 0,82. Für den Sommerbetrieb kommen adiabate Rückkühlwerke zum Einsatz und für den Winterbetrieb reicht die freie Kühlung aus.

Eigener Strom mit PV und Batteriespeicher

Mit einer eigenen PV-Dachanlage, die stufenweise bis zueiner Gesamtleistung von 2,2 MWp aus diversen Anlagen ausgebaut wurde, produziert Irlbacher seit 2023/24 bereits einen großen Anteil des Strombedarfes für das gesamte Unternehmen selbst. Ein Batteriespeicher mit einer Kapazitätvon 685 kWh sorgt dafür, dass der erzeugte Strom auch bedarfsorientiert nutzbar wird. Überschüssiger Strom wird zum jeweils bestmöglichen Preis in das öffentliche Netz eingespeist.

Dynamisch vernetzte Sektoren mit KI-Unterstützung

Für den Bedarf der geplanten Produktionsauslastung werden Strom, Wasser, Wärme, Thermoöl, Kälte, Druckluft, Vakuum und unsere Speichersysteme über ein eigenes Monitoring-System in Echtzeit gesteuert und überwacht. Die KI-gestützten Software FlexA von Consolinno analysiert und regelt mit Hilfe von Data Science unsere Energiesysteme seit 2024. So können Prognosen erstellt werden und geplante Produktionsabläufe gezielt an den besten Bedingungen für die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien angepasst werden.